Eastern Oregon
Geographisch gesehen bildet der Osten über die Hälfte des Staates, die Bevölkerungsdichte dagegen ist mit Abstand die geringste. Der Osten Oregon bedeutet also "Wilder Westen" pur! Kilometerlange Strassen werden ab und an von kleinen Städtchen unterbrochen, die sich meist zur Zeit des Oregon Trail gebildet haben. Die Strapazen, die die Siedler damals durchlebten, veranschaulicht das Oregon Trail Interpretive Center in Baker City. Stumme Zeitzeugen sind auch die Geisterstädte, die man hier vorfindet und die nach Beendigung des Gold Rush von seinen Bewohnern verlassen wurden.
Davon, wie die Indianer die Eroberung des Wilden Westens erlebten, berichtet ein anderes, sehr informatives Museum im Nordosten Oregons. Das Tamástslikt Cultural Institute erzählt die Geschichte der einheimischen Stämme, der Cayuse, Umatilla und Walla Walla Indianer, und ihrer Traditionen.
Ganz in der Nähe befindet sich die Stadt Pendleton, die alljährlich im September ganz in der Hand der Cowboys ist. Hier findet der Pendleton Round Up statt, einer der zehn größten Rodes der Welt. Aber auch zu jeder anderen Zeit kann man sich z.B. in Museen über die Geschichte und das Leben der Cowboys in Oregon informieren oder auf Dude Ranches aktiv beim Viehtrieb helfen – eine bleibende Urlaubserinnerung!

Neben unendlicher Weite hat diese Region noch weitere landschaftliche Höhepunkte zu bieten. An der Grenze zu Idaho befindet sich der Hells Canyon, der mit 2.436 Metern tiefste Canyon der USA. Nahe der Stadt John Day fühlt sich der Besucher noch weiter in die Zeit zurückversetzt. Hier streiften vor Jahrmillionen Säbelzahntiger und frühe Säugetiere durch die Gegend. Die fossilen Überreste aus jener Zeit sind heute noch in den John Day Fossil Beds zu sehen. Die Painted Hills, Teil der Fossil Beds, sind besonders bemerkenswert. Die verschiedenen Rot-, Orange- und Brauntöne der Hügel wirken wie gemalt und ändern ihre Farbe je nach Sonneneinstrahlung.
